Auszeichnung 12.12.2018, 14:33 Uhr

IBM Watson erhält den Gottlieb Duttweiler Preis 2019

Der Gottlieb Duttweiler Preis 2019 geht an IBMs KI-Plattform Watson. Besonders für das Gesundheitswesen, die Mobilität oder den Handel erbringe IBM Watson «Leistungen von unschätzbarem Wert», begründet das Institut die Wahl.
(Quelle: IBM)
IBM Watson berät Ärzte, debattiert, schreibt Werbespots und schlägt Kochrezepte vor. Nun wird der US-Konzern nächstes Jahr für die KI-Plattform mit dem Gottlieb Duttweiler Preis ausgezeichnet. Dotiert ist dieser mit 100'000 Franken. Insbesondere auf den Gebieten des Gesundheitswesens, der Mobilität und des Handels erbringe Watson «Leistungen von unschätzbarem Wert», begründet das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) die Wahl des Preisträgers.
John E. Kelly lll, IBMs Senior Vice President für Cognitive Solutions und IBM Research, hat Watson mit seinem Team unter anderem in der Schweiz entwickelt. Er soll den Preis am 7. Mai 2019 in Rüschlikon in Empfang nehmen. Dort ist sowohl das GDI wie auch IBM Research beheimatet. «Im Namen aller, die zur Entwicklung von Watson beigetragen haben: Wir fühlen uns geehrt diesen renommierten Preis zu erhalten», wird Kelly in einer Mitteilung des GDI zitiert.

Ära der Einzelkämpfer findet mit Watson ein Ende

Der Gottlieb Duttweiler Preis wird in unregelmässigen Abständen an Personen verliehen, die sich durch «hervorragende Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit verdient gemacht haben für eine kulturelle, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Umwelt, in der ein jeder sich entfalten und an deren Weiterentwicklung ein jeder eigenständig mitwirken kann», wie es in der Stiftungsurkunde heisst. Zu den bisherigen Preisträgern gehört zum Beispiel der ehemalige Uno-Generalsekretär Kofi Annan.
Die Ära der Einzelkämpfer scheine indes zu Ende, schreibt das GDI in der Mitteilung weiter. Das Morgen gehöre Teams aus Menschen und Maschinen. KI-Plattformen wie Watson können einerseits dazu beitragen, hochkomplexe Probleme zu lösen. Andererseits löse der rasante Fortschritte künstlicher Intelligenz auch Sorgen aus. Wie genau das Zusammenspiel aus Mensch und Maschine aussehen soll, sei eine Diskussion, zu der «das GDI mit seiner bewusst kontroversen Preisvergabe beitragen» wolle, erklärt GDI-Stiftungspräsidentin Sarah Kreienbühl.


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