Auf einen Kaffee mit Sandra Völler 29.05.2020, 11:06 Uhr

«Ein Malkurs in der Toskana ist die perfekte Entspannung»

Sandra Völler leitet das auf SAP spezialisierte Systemhaus AGILITA. Im persönlichen Interview äussert sie unter anderem ihre Meinung zu SAP S/4Hana und spricht über ihre Begeisterung für italienisches Essen und die Toskana.
Sandra Völler leitet das auf SAP spezialisierte Systemhaus AGILITA
(Quelle: AGILITA)
Computerworld: Digitalisierung bedeutet für Sie ... 
Sandra Völler: Sie ist eine permanente Chance, die Prozesse im Unternehmen zu hinterfragen und zu optimieren. Dies stets mit dem Fokus, wie man digital effizienter sein oder einen Mehrwert schaffen kann. 
CW: Um die digitale Transformation zum Erfolg zu führen, braucht es ... 
Völler: Wichtig sind ein Verständnis für das Business, Technologie- und Methodenkompetenz, Innovationskraft, um Neues zu denken, Leadership für die Umsetzung sowie Begeisterung und Durchhaltewillen. 
CW: Sie sind Geschäftsführerin eines SAP-System­hauses. Am Top-Thema S/4Hana fasziniert Sie ... 
Völler: Ich finde es spannend, dass SAP nach 30 Jahren Fokus auf sein ERP es geschafft hat, sich neu zu erfinden. Wir ermöglichen unseren Kunden durch die neuen Technologien, ein modernes ERP und die innovative Cloud-Plattform, sich jeden Tag in der digitalen Transformation erfolgreich weiterzuentwickeln. Und Cloud ist nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte, modernste IT, wie sie heute sein soll: sicher, skalierbar, schnell umsetzbar – auch für das KMU. Wir selbst nutzen seit Anfang 2020 die «SAP S/4Hana Cloud»-Lösung produktiv. 
CW: An SAP S/4Hana nervt (noch) ... 
Völler: Es ist schade, dass wir noch nicht alle Kunden davon überzeugen konnten, dass es sich hier um eine neue Welt mit zahlreichen Möglichkeiten handelt, auf die man sich einlassen muss, egal ob On-Prem oder in der Cloud. Das Festhalten an alten Prozessen und Entwicklungen hilft nicht bei der digitalen Transformation. So wird man weder schneller noch stösst man in neue Geschäftsfelder vor. 
CW: Sie kommen morgens gerne ins Büro ... 
Völler: Da ich mich darauf freue, mit meinen Kunden und Mitarbeitenden zu kommunizieren und Dinge zu bewegen. 
CW: Wenn Sie nicht bei Ihrer jetzigen Firma arbeiten würden, käme folgender Job infrage ...
Völler: Da ich Geschäftsführerin, Gründerin und Mitinhaberin der AGILITA bin, kann ich mir gar nichts anderes vorstellen. Am ehesten käme für mich wohl ein Verwaltungsratsmandat infrage mit dem Thema digitale Transformation, um Begeisterung für Innovationen zu wecken. 
CW: Mit dieser berühmten Person würden Sie sich gerne einmal unterhalten ... 
Völler: Da gäbe es viele spannende Persönlichkeiten. Elon Musk wegen seiner Innovationskraft, Hasso Plattner, weil ich ein riesiger SAP-Fan bin und Simone de Beauvoir aufgrund ihres Mutes und Einsatzes für die Frauenbewegung. 
CW: Ihre grösste Tugend ... 
Völler: Ich bin hartnäckig, perfektionistisch und das gepaart mit sehr viel Kreativität, Kommunikationsfreudigkeit und Innovationskraft. 
CW: Ihr grösstes Laster ... 
Völler: Ganz klar, Schokolade. 
CW: Ihr Lieblingsessen, ausser Schoggi ... 
Völler: Das sind gleich drei: thailändische Currys, italienische Pasta und Tiramisu. 
CW: An der Bar bestellen Sie ... 
Völler: Einen Sanbittèr Rosso mit Eis. 
CW: Auf diesen Social Networks sind Sie unterwegs ... 
Völler: LinkedIn nutze ich fürs Business Networking oder für Weiterbildungen. Instagram besuche ich für Kreatives und Twitter, um News aus aller Welt zu empfangen. 
CW: Zuletzt verblüfft hat Sie ... 
Völler: Die Welt in der Corona-Krise hat mich verblüfft. Ich hätte es vor einigen Monaten nicht für möglich gehalten, dass wir zum Beispiel hier in der Schweiz, aber auch global, einen Lockdown in diesem Ausmass erleben. Die Selbst­verständlichkeit von Home Office und dessen schnelle Umsetzung in dieser Breite haben mich sehr überrascht. 
CW: Ihr Tipp für eine Auszeit ... 
Völler: Ich empfehle einen Malkurs in der Toskana. Das ist die perfekte Entspannung, verbunden mit einer der schönsten Landschaften der Welt und dem besten Essen. 
CW: Diesen Film haben Sie zuletzt gesehen ... 
Völler: Hidden Figures – eine beeindruckende Geschichte! 
CW: An IT fasziniert Sie ... 
Völler: IT wird nie langweilig und man kann Firmen bei ihrem Unternehmenserfolg unterstützen. 
CW: Sie haben drei Wünsche frei: Diese lauten ... 
Völler: Dass ich selbst und meine Familie gesund bleiben. Ich weiter das tun darf, was mir Spass macht und etwas erschaffen kann, das bleibt. 
CW: Wenn Sie nicht arbeiten ... 
Völler: Meine freie Zeit verbringe ich mit meinem Mann und unseren zwei wunderbaren Töchtern. Wir reisen und kochen sehr gerne gemeinsam. Ich selbst male, lese gerne ein Buch und halte mich fit. 
CW: Die Top 3 Ihrer Bucket List ...
Völler: Die Nordlichter in Norwegen sehen, Australien bereisen und an einer Safari in Afrika teilnehmen. 
CW: Ihr Vorbild ist ... 
Völler: Es gibt keine spezielle Person. Ich lasse mich gerne von Menschen inspirieren, die Innovationen nachhaltig in den Markt gebracht haben, die ein Lebenswerk gestaltet haben oder die ihrer Überzeugung treu bleiben und dafür kämpfen.
CW: Zu Hause ist ... 
Völler: Das ist in unserem Haus und Garten sowie an ein paar Sehnsuchtsorten in Italien und in Kalifornien. 
CW: Ihr liebstes Gadget ...
Völler: Das ist mein iPhone.
Zur Person
Sandra Völler
wuchs in Deutschland am Bodensee auf, wo sie auch Wirtschaftsinformatik studiert hat. 1990 kam sie in die Schweiz und arbeitete nacheinander bei zwei IT-Dienstleistern. 2001 gründete Völler mit einem Arbeitskollegen das auf SAP spezialisierte Systemhaus AGILITA, das sie bis heute erfolgreich leitet.


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