Vorgestellt 21.03.2022, 05:46 Uhr

Schweizer Top-CIOs: Sven Friedli, Bell Food Group

Die CIOs der grössten Schweizer Firmen stellen sich vor und berichten von anstehenden Projekten sowie aktuellen Herausforderungen.
(Quelle: Bell)

Sven Friedli

Funktion: CIO
Firma: Bell Food Group
Branche: Lebensmittel
Mitarbeitende in der Schweiz: 5278 FTE; 12'500 in Europa
IT-Mitarbeiter intern: 250
In dieser Firma/CIO seit: 1. Oktober 2020
Berichtet an: Marco Tschanz, Mitglied der Gruppenleitung

Aktuelle Projekte

Wir haben gruppenweit eine Vielzahl an Projekten am Laufen, die folgende Ziele verfolgen:
  1. Standardisierung unserer Infrastruktur und Applikationen. Dabei gilt es die heterogene Systemlandschaft, die teilweise durch die Firmenzukäufe entstanden ist, schrittweise und über den Life Cycle getrieben zu vereinfachen.
  2. Produktivitätssteigerungen unserer Arbeitsabläufe. Wir optimieren dabei unsere ERP-Systemlandschaft, führen MES-Systeme ein, nutzen neue Cloud-Technologien mit KI und Machine Learning im Bereich der Produktionsplanung oder verwenden diese technologischen Möglichkeiten auch, um unsere Produktqualität zu verbessern und Arbeitsabläufe zu optimieren.
  3. Mehrwerte für die Mitarbeiter schaffen, um einfacher zusammenzuarbeiten und besser Informiert zu bleiben. Dabei spielen für uns die Microsoft-365-Produktpalette sowie auch Kommunikationsplattformen wie Beekeeper eine Rolle, mit denen wir auch unsere Mitarbeitenden in der Produktion erreichen können.
  4. Schliesslich geht es natürlich stetig auch darum, unsere Betriebsprozesse und Infrastrukturen zu verbessern und zu optimieren, so dass wir die Ausfallzeiten und Unterbrüche möglichst tief halten und unsere Kosten optimieren.

Grösste Herausforderung

IT ins in unserer Industrie Mittel zum Zweck. Wir müssen die Bedürfnisse unseres Business verstehen, um sie bei ihrer täglichen Arbeit und im Rahmen der Digitalisierung zu begleiten und weiterzuentwickeln. Dabei gilt es auch langjährige Prozesse und Arbeitsabläufe zu hinterfragen und zu optimieren. Denn ein komplexer Prozess ist auch nach der Digitalisierung komplex. Daher ist es ein absoluter Schlüsselfaktor, dass man in dieser Transformation ein Dialog auf Augenhöhe führt und gemeinsame Ziele verfolgt. Da hat die IT auch einen klaren «Übersetzungsauftrag».
Zudem bietet Digitalisierung neben viele Chancen aber auch gewisse Risiken. Es ist absolut zentral, dass wir unsere  Daten sowie (Cloud)-Infrastrukturen sicher schützen, die Vielzahlt an Möglichkeiten gezielt einsetzen, damit wir nicht in der Komplexität des IT-Dschungels untergehen. Dabei  gilt es, den richtigen Mix an internem Know-how und externen Partnern bereitzustellen, um einen stabilen Betrieb und zukunftsgerichtete Weiterentwicklung sicherzustellen. Denn die IT ist der zentrale Bestandteil unserer täglichen Abläufe. Ohne IT wird keine Salami produziert und kein Salat ausgeliefert. Die Stabilität und Produktivität der IT ist dabei der absolute Schlüsselfaktor.
(Stand: März 2022)



Das könnte Sie auch interessieren