06.11.2017, 00:00 Uhr

Bringt der AD-Standard das WLAN wirklich in neue Temposphären?

Der PCtipp hat die Probe aufs Exempel gemacht und in seinem Testlabor aktuelle WLAN-AC-Router gegen die neue AD-Garde antreten lassen.
Lassen wir Zahlen sprechen: Die neue Garde der WLAN-AD-Router funkt mit bis zu 4600 Mbit/s. Das ist der 4,6-fache Datendurchsatz, mit dem ein herkömmliches, kabelgebundenes Gbit-Kabelnetzwerk seine Daten von A nach B schickt. Die im Fachjargon auch als WiGig-Router (Kürzel für «Wireless Gigabit») bezeichneten Netzwerkknoten sind damit für anspruchsvolle Anwendungen wie Virtual Reality, 4K-Streaming oder flüssigen Datentransfer prädestiniert, wenn gleichzeitig viele Endgeräte wie PCs, Notebooks, Smartphones und Tablets auf das Netzwerk zugreifen.

Die grosse Hürde

Bei der Tempomessung im Test zeigte sich die grosse Schwäche der neuen AD-Router-Generation: Es gibt bisher noch keine passenden USB-Gegenstellen, die den WLAN-AD-Standard unterstützen. Aktuell schaffen also auch diese Geräte lediglich AC-Tempo. Unsere «Ausweichmessung» im mittlerweile etablierten WLAN-AC-Modus zeigte für die neue Router-Generation ein ernüchterndes Resultat. Hier waren die im Test befindlichen AD-Router nur wenig schneller als bestehende WLAN-AC-Router, die zudem schon länger auf dem Markt sind und äusserst zuverlässig ihre Arbeit verrichten. Wer also nicht in die Zukunft investieren will, hat keinen Grund, bereits jetzt ein AD-Gerät zu kaufen.
Wie schnell die AD-Router maximal sind und welche AC-Geräte genauso gut sind, lesen Sie im PCtipp 11/2017 - ab sofort am Kiosk oder direkt hier.