Sicherheit 03.07.2020, 14:25 Uhr

Smartphone und Laptop für die Ferien rüsten

So langsam kommt Ferienstimmung auf. Mit diesen Tipps sind Ihre Geräte sowie die Daten sicher.
Die Vorfreude aufs Reisen ist gross. Wird das Handy oder der Laptop in den Ferien geklaut, ist es der Frust jedoch auch
(Quelle: StockSnap / Pixabay )
Durch die wiedergewonnenen Freiheiten nach dem Corona-Lockdown kommt bei vielen die Reiselust auf. Wenn Sie in die Ferien fahren, birgt dies allerdings gewisse Risiken für die mitgenommene Hardware. Auf unseren Smartphones ist ja fast unser ganzes Leben. Man mag sich nicht vorstellen, wie es wäre, wenn es gestohlen würde. PCtipp erklärt, was es zu beachten gibt.

Smartphone & Co. aktualisieren

Beispiel Huawei P 20 Pro (Android 9)
Quelle: Screenshot / PCtipp.ch
Um es möglichen Angreifern etwas schwerer zu machen, sollten Sie das jeweilige Betriebssystem aktuell halten. Veraltete Software ohne die neusten Sicherheits-Patches freut die Angreifer.
Sowohl bei Android- als auch iOS-Geräten finden Sie die Update-Infos über die Geräte-Einstellungen.
Bei meinem Huawei-Gerät (Android 9) geht es z.B. so: Einstellungen > System > Softwareaktualisierung > Nach Aktualisierung suchen. Bei einem älteren Android-Tablet findet sich Upates unter Einstellungen > Allgemein Geräteinformation. Je nach Hersteller und Betriebssystem bzw. -Version können die Bezeichnungen variieren.
Wenn Sie einen Laptop mit Windows 10 updaten möchten:

Backup erstellen

Erstellen Sie ein Cloud-Backup, um via Google-Konto über alle Geräte Zugriff auf Ihre Fotos zu haben
Quelle: Screenshot / PCtipp.ch
Bevor Sie in die Ferien entschwinden, sollten Sie mindestens Ihre Handy-Fotos auf Ihrem Laptop und am besten gleich auch auf einer externen Festplatte sichern. Wer Cloud-Speicher mag, sollte dies spätestens jetzt aktivieren. Dadurch hat man jeweils von verschiedenen Geräten Zugriff auf die aktuellsten Fotos und im Diebstahlfall hat man ein Backup.
Eine Übersicht von Cloud-Speichern haben wir Ihnen über diesen Link erstellt.
Wenn Sie Zeit haben, erstellen Sie auch ein WhatsApp-Backup. Beim Schweizer Messenger Threema funktioniert das übrigens via Threema Safe. Für ein Backup tippen Sie oben rechts auf das Drei-Punkte-Symbol und wählen dann Backups.

Vor der Reise ausmisten

Auf unseren Smartphones ist ja fast unser ganzes Leben. Zu viele Dateien und Apps belasten unser Gerät aber. Wie rasch sich der Speicher mit Fotos und Videos füllt, ist fast schon beängstigend. Wer seine Fotos nicht via Cloud-Speicher sowieso fortlaufend backupt, der sollte dies noch vor der Reise erledigen. Sonst ärgert man sich im Falle eines Smartphone-Diebstahls auch noch über verlorene Erinnerungsstücke.
«Einer der ganz grossen Platzsünder ist allerdings ein anderer: nämlich der Downloads-Ordner. Firefox, Thunderbird, ein PDF-Reader, verschiedene Treiber-Downloads, das Libre-Office-Büropaket, die Java Runtimes und möglicherweise haufenweise PDFs liegen in mehreren Versionen im Downloads-Ordner. Einmal heruntergeladene und installierte Software brauchen Sie in der Regel nicht mehr, da Sie bei Bedarf sowieso besser die neuste Version beim Hersteller herunterladen», schreibt Kollegin Salvisberg.

Fernlöschen und Tracking

Aktivieren Sie die Funktion, mit der Sie Ihr Gerät orten können
Quelle: Screenshot / PCtipp.ch
Bei Android-Geräten steht unter Einstellungen/Sicherheit & Standort (oder ähnlich) die Option Mein Gerät finden zur Verfügung. Schalten Sie diese Funktion unbedingt auf An bzw. Ein. Testen Sie getrost einmal, ob Sie das Gerät finden. Öffnen Sie am PC im Webbrowser die Adresse android.com/find und loggen Sie sich mit dem auf dem Gerät verwendeten Google-Konto ein. Jetzt sollte das Gerät ein Signal von sich geben (für den Fall, dass es bloss in eine Sofaritze gerutscht ist). Ausserdem zeigt ein kleiner, grauer Kreis auf einer Karte an, an welcher Stelle Google Ihr Gerät zuletzt gesehen hat. Die Mein-Gerät-finden-Funktion kann Ihr Gerät klingeln lassen, sperren oder gar löschen.
Mein Gerät finden via PC
Quelle: Screenshot / PCtipp.ch

In den Ferien: öffentliche WiFi-Netze vorsichtig nutzen

Bereits auf dem Flughafen, aber spätestens im Ziel-Land, z.B. im Hotel, sind sie überall: die kostenlosen WiFi-Netzwerke. Beliebt, da gratis und man kann sein Datenvolumen schonen. Allerdings sollten Sie folgendes bedenken: Diese Verbindungen sind i.d.R. nicht verschlüsselt und grundsätzlich könnte jede und jeder im WiFi-Netzwerk an Ihren Datenverkehr gelangen. Wenn Sie solche WiFi-Netze nutzen und sich anmelden müssen, loggen Sie sich anschliessend wieder aus.
Nutzen Sie öffentliche WiFi-Netze mit Bedacht
Quelle: geralt / Pixabay
Auch die Sicherheitsexperten von Eset warnen vor der Nutzung öffentlicher WiFi-Netze und raten, von Online-Banking oder -Shopping via solchen öffentlichen WLAN-Netzen komplett die Finger zu lassen. Wer dennoch einmal einen Blick auf seinen Kontostand werfen muss, der soll sich über die eigene mobile Datenverbindung des Smartphones verbinden.
Weitere Informationen, wie Sie Ihre Geräte schützen, finden Sie in diesem Artikel.


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