Quantenrechner gefährden Verschlüsselung

Gittervektoren sollen es richten

Am IBM-Forschungslabor ist man derzeit daran, ein PQC-Verfahren genauer unter die Lupe zu nehmen und weiterzuentwickeln, das auf Basis von Gittervektorproblemen (englisch: Lattice-based cryptography) funktioniert. Namentlich werden SVP (Shortest Vector Problem) und CVP (Closest Vector Problem) als «harte» mathematische Aufgaben für die Verschlüsselung beigezogen.
Grösstes Problem ist allerdings nicht die Technik an sich. Osborne macht vielmehr die langwierige Standardisierung zu schaffen. So seien Entwürfe für die Implementierung von PQC-Verfahren bei der US-Standardisierungsbehörde Nist (National Institute of Standards and Technology) eingereicht mit der Aussicht, bis 2023 den Normierungsprozess durchlaufen zu haben. «Dann könnte es schon zu spät sein, um die entsprechenden Verfahren rechtzeitig zu implementieren», befürchtet Osborne. IBM sei deshalb mit anderen Unternehmen aus der Branche daran, einen Industrie-Standard auszuarbeiten.


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