Ransom-Angriff 21.09.2020, 09:45 Uhr

Tausende Schweizer Passdaten sind ins Darknet gelangt

Nach einem erfolglosen Ransomware-Angriff auf argentinische Behörden haben Cyberkriminelle gestohlene Reisepass-Daten ins Darknet gestellt. Auch Schweizer sind davon betroffen.
(Quelle: Shutterstock / Rawpixel)
Wie der «Bayrische Rundfunk» berichtet, haben Cyberkriminelle letzte Woche erfolgreich eine Ransomware-Attacke auf die argentinische Einwanderungsbehörde verübt. Dabei ist es ihnen gelungen, Daten auf deren System mit entsprechender Malware zu verschlüsseln und so unbrauchbar zu machen. Sie haben daraufhin versucht, von der entsprechenden Behörde Geld zu erpressen.
Nachdem dies Missglückt ist – die Behörde ging nicht auf die Forderung ein – haben die Täter unter anderem 11'000 Datensätze mit Schweizer Passadaten im Darknet veröffentlicht. Auch die Passdaten 12'000 deutscher Staatsbürger und mutmasslich auch solche von französischen und israelischen Staatsbürgern sind ins Darknet gelangt.
Das Schweizerische Departement des Äusseren (EDA) hat offenbar Kenntnis von dem Vorfall und steht in den Kontakt mit den Argentinischen Behörden. Das deutsche Innenministerium rät derweil, Vorsicht walten zu lassen, da von Dritten versucht werden könnte, einen Identitätsdiebstahl zu begehen. Einen neuen Reisepass zu beantragen erachtet das deutsche Innenministerium aber als unnötig.


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