25 Jahre Windows 95

Dateien auf dem Schreibtisch 

Windows 95 entfachte einen Upgrade-Boom, denn im Vergleich zum Kommando-Zeilensystem MS-DOS und den ersten Windows-Versionen sah das neue Betriebssystem so viel besser aus und war auch einfacher zu bedienen. Es warf auch die lästige Längenbeschränkung für Dateinamen auf acht plus drei Zeichen über Bord (BEISPIEL.TXT). 
Und man konnte auch wie beim Mac die Dateien auf dem virtuellen Schreibtisch (Desktop) ablegen. Gelöschte Dateien landeten in einem Papierkorb und konnten vor dem endgültigen Löschen auch wieder daraus entnommen werden. 
Einen eigenen Akzent setzte Microsoft mit dem Start-Menü, auch wenn einige Anwender nicht verstehen konnten, warum man auch zum «Beenden» auf «Start» klicken musste. Das Festhalten am Start-Menü über viele Jahre war später auch dafür mitverantwortlich, dass sich die Windows-Variante für Smartphones nicht durchsetzen konnte. 
Auf den kleinen Bildschirmen funktionierte das Konzept des Start-Knopfes nicht. Als Microsoft sich 2010 endlich davon verabschiedete, war der Siegeslauf von Android und dem iPhone schon nicht mehr aufzuhalten. 

Grosser Verkaufserfolg

Vor 25 Jahren war die Windows-95-Euphorie aber ungebrochen: Allein in den ersten sieben Wochen verkaufte Microsoft sieben Millionen Exemplare. Innerhalb eines Jahres waren es 40 Millionen. Damit holte Gates den Personal Computer aus der Nerd-Ecke und kam seiner Vision «Ein PC auf jedem Schreibtisch» einen entscheidenden Schritt näher. 
1995 wurden weltweit erst gut 60 Millionen Computer verkauft. Zehn Jahre später überschritt die Zahl der verkauften PCs weltweit erstmals die Schwelle von 200 Millionen, Microsoft hielt damals einen Marktanteil von über 95 Prozent. 
Seinen Höhepunkt erlebte der PC-Markt 2011 mit 365 Millionen verkauften Geräten. Seitdem zeigt die Kurve deutlich nach unten, weil bei vielen Menschen das Smartphone oder ein Tablet-Computer die Funktion des PCs übernommen hat.


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