Kundenmesse «Sapphire Now» 16.06.2020, 16:07 Uhr

SAP berechnet ökologischen Fussabdruck

Der Software-Hersteller SAP hat an seiner virtuellen Kundenmesse «Sapphire Now» eine Lösung zur Berechnung des ökologischen Fussabdrucks angekündigt. Nur wenige waren live dabei.
CEO Christian Klein will mit SAP-Software den ökologischen Fussabdruck berechnen
(Quelle: Screenshot Twitter)
Der Frühsommer war üblicherweise die Zeit für SAPs Kundenmesse «Sapphire Now». Der Anlass in Orlando fiel in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer – respektive wurde in den virtuellen Raum verlegt. Der neue Konzern-CEO Christian Klein empfing die Kunden und Partner in diesem Jahr in einem Studio. Für die Teilnahme an der Online-Übertragung war eine Registrierung erforderlich. Dieser Dienst stellte die SAP-Verantwortlichen allerdings offenbar vor Probleme. Denn das Login scheitere schon eine halbe Stunde vor Beginn des Anlasses. Das sollte sich in der folgenden Stunde nicht ändern. Daraufhin entschuldigte sich SAP dann gleich mehrfach für die Panne. Und versprach Besserung für die in der laufenden Woche geplanten Online-Präsentationen.
Die Eröffnungsrede Kleins konnten die meisten Interessierten auf der Twitter-Plattform auch ohne Anmeldung verfolgen. Zwischen rund 1900 und 4600 Zuschauer zählte der Twitter-Counter. So viele Besucher reisten in den vergangenen Jahren persönlich an die «Sapphire Now» nach Florida.
Der neue Allein-CEO betonte in seiner Präsentation die Bedeutung des nachhaltigen Wirtschaftens für den Software-Konzern. Anfang Monat sei das Programm «Climate 21» lanciert worden, mit dem Kunden in Zukunft den ökologischen Fussabdruck ihrer Fertigung und ihrer Produkte berechnen können. Eine entsprechende Anwendung werde zusammen mit den rund 440'000 Kunden weltweit entwickelt. Die Lösung «SAP Product Carbon Footprint Analytics» wird in der SAP Analytics Cloud laufen. Nach der Argumentation von SAP könnte sie den Anwendern einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie beispielsweise mit der klimaneutralen Produktion werben könnten. Denn nach der Corona-Pandemie sei bei den Konsumenten das Umweltbewusstsein noch gestiegen.
Einen direkten Profit aus der Corona-Krise schlägt SAP durch die Beteiligung an der Entwicklung der deutschen Contact-Tracing-App. Sie wurde während anderthalb Monaten zusammen mit der Deutschen Telekom entwickelt und ist am heutigen Dienstag lanciert worden. Nach Informationen aus Berliner Regierungskreisen kostete die Entwicklung rund 20 Millionen Euro. Dazu kämen Betriebskosten in Höhe von monatlich bis zu 3,5 Millionen Euro, berichteten mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend.


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