Public Preview gestartet 19.07.2018, 15:12 Uhr

Microsoft beginnt mit Vermarktung von IoT-Diensten

IoT-Hersteller, die Windows 10 IoT Core als Betriebssystem für ihre Devices verwenden wollen, können nun auch dazu passende Dienste bei Microsoft bekommen.
(Quelle: JoeZ / shutterstock.com )
Einer der Bereiche auf den sich Microsoft-Chef Satya Nadella in Zukunft stärker konzentrieren will, ist das Internet of Things (IoT). Zu den wesentlichen Bausteinen für diese Strategie gehört mit Windows 10 IoT Core ein abgespecktes Betriebssystem für IoT-Devices und Mini-Rechner wie den Raspberry PI. Aus Platz- und Performance-Gründen verfügt es über keine grafische Oberfläche.
Da Windows 10 IoT Core kostenlos heruntergeladen und installiert werden kann, versucht Microsoft auf andere Weise damit Geld zu verdienen. Eine gerade in einer Public Preview vorgestellte Möglichkeit sind die Windows 10 IoT Core Services. Dabei handelt es sich um einen Dienst, der für mindestens zehn Jahre technische Unterstützung durch Microsoft verspricht. Unter anderem soll es damit möglich sein, den Status angebundener und mit Windows 10 IoT Core versehener IoT-Endgeräte zu kontrollieren und sie zudem mit Updates zu versorgen.

Longtime-Support für IoT-Devices

Die lange Laufzeit hat durchaus ihre Gründe. Viele IoT-Devices werden einmal installiert und verrichten dann über einen längeren Zeitraum ihre Dienste. Nicht selten kam es dabei in der Vergangenheit immer wieder zu teilweise schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen, bei denen etwa mit dem Internet verbundene Webcams oder Router aufgrund von Schwachstellen in ihrer Soft- und Firmware von Angreifern übernommen werden konnten. Damit soll mit den Windows 10 IoT Core Services und den durch sie möglichen Aktualisierungen nun Schluss sein.
Das Angebot wird aber nicht kostenlos sein. Interessierte Hersteller müssen einen Vertrag mit Microsoft eingehen und bekommen dafür zehn Jahre lang Unterstützung aus Redmond. Dadurch erhalten sie zudem Zugriff auf das Device Update Center (DUC), mit dem sich die geplanten Updates konfigurieren und je nach Bedarf ausspielen lassen. Ein weiterer enthaltener Dienst ist Device Health Attestation (DHA). Damit ist es möglich, IoT-Devices beim Booten zu überwachen und sie mit neuen Betriebssystem-Images zu versehen, wenn dabei ein Problem entdeckt wird.
Die Kosten für Windows 10 IoT Core Services stehen nun auch fest. Pro IoT-Device will Microsoft 30 US-Cent pro Monat haben. Während der aktuellen Preview-Phase ist es die Hälfte. Zur Nutzung ist ein Azure-Abo nötig.

Andreas Fischer
Autor(in) Andreas Fischer


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