Software-Entwicklung 21.03.2018, 13:00 Uhr

Blockchain, Chatbots und KI: Die Trends im Überblick

Programmierer haben eine rosige Zukunft vor sich: Neue Technologien wie Chatbots, künstliche Intelligenz, Internet of Things sowie die Blockchain erfordern das Können qualifizierter Software-Entwickler.
Auf den ersten Blick stagniert die Software-Entwicklung zurzeit. Im Vergleich zu den umwälzenden Änderungen der vergangenen Jahre tut sich tatsächlich – zumindest im Hinblick auf die vorherrschenden Standards – momentan wenig. HTML5 hat sich durchgesetzt, die PHP-Gemeinde konnte die wichtigsten Punkte auf der Pendenzenliste mehr oder weniger vollständig bewältigen, Flash – längst totgesagt – ist tatsächlich Geschichte und mobile Apps scheinen soeben das Plateau ihrer Popularität erreicht zu haben. Was nun? Sich zurücklehnen und das Gelernte einfach entspannt in der täglichen Arbeit umsetzen? Das wäre in der Welt der IT fast zu schön, um wahr zu sein.
Auch das offene Comeback einstiger Webdesign-Tabus wie GIF-Animationen scheint auf eine Innovationsflaute hinzudeuten. Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein. Denn vielmehr rückt das Ende der Webentwicklung, wie wir sie heute kennen, nahe. Aktuelle Trends keimen nahezu allesamt jenseits des bisherigen Mainstreams auf und dürften das Ende der klassischen Programmierung für die Online-Seiten einläuten.

Design-Minimalismus

Animierte GIFs machen im Übrigen eine derart gute Figur, dass sie fast unbemerkt inmitten von Design-Minimalismus auftauchen, meist in Form von How-to-Anleitungen auf Unternehmensseiten. Totgesagte leben offenbar doch länger. Denn animierte GIFs sind nahezu so alt wie das Web selbst. Sie sind so unverfänglich in ihrer Simplizität wie bescheiden in ihren Ressourcenanforderungen und gleich­zeitig universell einsetzbar. GIFs decken nur eine geringe Untermenge der Features ab, die eine HTML5-Animation bieten kann, doch daran scheint sich niemand zu stören, solange die GIFs ihre Aufgabe erfüllen. Dank der Verfügbarkeit von Werkzeugen (neben Platzhirsch Photoshop auch Giphy und record.it) will dieses uralte, unverwüstliche Datenformat einfach nicht in die Bedeutungslosigkeit zurückfallen, sondern scheint gerade ein Comeback zu erleben.
Das Comeback von GIFs geht mit der aktuellen Faszination für den Design-Minimalismus einher. Der reflektiert sich vielerorts ausser in interaktiven Animationen – oft anstelle üppiger Ästhetik – auch in lauter Schrift und Viewport-füllender Bebilderung. Einfache animierte Designs mit Kartennavigation sind im Kommen genauso wie endlose Websites, die dem Benutzer einen Scroll-Marathon ab­verlangen. Ob vertikal oder horizontal – wie im Fall von Parallaxen-Scrolling für simulierte Tiefe – ist dabei zweitrangig. Dabei war das Scrollen im Webdesign einst ein Tabuthema. Was hat sich seither geändert?
Zum einen gilt das Smartphone als das meistgenutzte Device. Mobile Nutzer begrüssen das gewohnte, berührungsfreundliche UI-Verhalten auch auf Desktop-Geräten. Inzwischen gilt die im Mobilfunk vorhandene Bandbreite als durchaus angemessen. Zum anderen rendern moderne Webbrowser JavaScript-basierte Interaktivität in HTML5-Websites praktisch in Echtzeit. So ist es kein Wunder, dass sich seitenloses Webdesign nach und nach zum relevanten Trend entwickelt, ähnlich wie Websites im Stil einer mobilen App. Es gibt dafür sogar Frameworks, beispielsweise fullPage.js. Es ist rückwärtskompatibel mit älteren Browsern.

Unverwechselbare Simplizität

Originalität durch unverwechselbare Simplizität lautet die Devise. Eine Website kann sich derzeit am besten durch ausdrucksstarke Animationen, laute Typografie und engagierende Interaktivität absetzen. Brands wissen Originalität zu schätzen und da gibt es für Webschaffende eine Menge Spielraum, um mit Kreativität zu trumpfen. Dennoch gilt: Das wahre Geschehen findet jenseits des Webbrowsers statt, nämlich im Backend.
Traditionelles Webdesign ist tot – liessen Eric Meyer und andere Ikonen des Webdesigns fast einstimmig verlauten. Lang lebe das Experience Design. Der Begriff sei vielen Experten zufolge nicht bloss ein leeres Marketingschlagwort, sondern eine neue Art, über die Webgestaltung nachzudenken. Von Designern sei nun mehr gefragt als visuell ansprechende Formen. Gefordert seien Benutzererlebnisse.
Die Umstellung auf HTML5 hatte längst neue Wege eröffnet, um Webseiten in wahre Erlebniswelten zu verwandeln. Diese Möglichkeiten blieben bisher grösstenteils ungenutzt. Wer sich von der Masse absetzen möchte, müsse nun tiefer in die Trickkiste greifen: zu Methoden und Techniken des Experience Designs.
Lange Zeit schien es, als ob mobile Apps ihren besonderen Status für absehbare Zeit behalten würden. Doch was gestern noch modern und fortschrittlich wirkte, fühlt sich heute für viele schon leicht angestaubt an. Die hohe Popularität von Messaging-Diensten wie Slack, Snapchat oder WhatsApp (immer öfter als Audio-Nachrichten) hatte zur Entstehung von Chatbots beigetragen.


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