Vergleich 03.10.2018, 14:45 Uhr

Der ÖV-App-Testvergleich

Welche App ist benutzerfreundlicher? Wir wollten es wissen und haben Fairtiq, Lezzgo und ZVV-Ticket verglichen.
(Quelle: Screenshot: NMGZ )
Letzte Woche testeten wir kurz die Lezzgo-App an. Ein Leser wünschte sich einen Vergleichstest von Apps wie Fairtiq und Lezzgo. Wir fanden dies eine gute Idee und machten uns ans Werk.
Für den Test wählten wir ÖV-Apps, die man für die ganze Schweiz nutzen kann und haben uns auf drei Apps beschränkt. Damit querfeldein in der Schweiz herumfahren würden wir zwar gerne, doch sprengt dies unseren zeitlichen Rahmen.

Fairtiq

Fairtiq Startseite
(Quelle: pctipp.ch/Screenshot)
Fairtiq kann für Fahrten in der ganzen Schweiz verwendet werden sowie in Liechtenstein. Neu können mit Fairtiq vmobil ab sofort Fahrten mit allen Transportunternehmen im Verkehrsverbund Vorarlberg gemacht werden.
Man hinterlegt ein Bezahlmittel wie die Kreditkarte und checkt sich vor Antritt der Fahrt ein, indem man den Regler nach rechts schiebt. Nach der Fahrt checkt man sich wieder aus, indem man den Regler zurückschiebt. Die von den Nutzern tatsächlich zurückgelegte Strecke wird per GPS-Steuerung erfasst.
Fairtiq erkennt die gefahrene Strecke und bucht automatisch den passenden Betrag auf dem hinterlegten Zahlungsmittel ab. Fairtiq optimiert automatisch den Preis (Bestpreis-Funktion). Ein Beispiel: Wenn man mehrere Reisen am Tag in derselben Zone unternimmt und eine Tageskarte günstiger wäre, werde nachträglich nur der günstigere Tarif berechnet, heisst es auf der Firmenwebseite.
Fairtiq wurde von der Fairtiq AG in Bern lanciert. Die kostenlose App gibts für Android und iOS sowie für Apple Watch.
Die Registrierung ist bei dieser App sehr schnell und einfach erledigt. Vor der ersten Nutzung wählt man in der App die gewünschte Klasse (Ticket-Kategorie), den Tarif (z.B. Halbtax) und man kann sein Zonenabo (Verbundabo) hinterlegen. Dies findet man sehr einfach, indem man oben z.B. auf das Ticketsymbol oder die 2. Klasse tippt, dann öffnet sich ein Menü.
Fairtiq
(Quelle: pctipp.ch/Screenshot)
Um ein Ticket zu lösen (Check-in): Dank GPS-Steuerung ist unser Startpunkt bereits hinterlegt. Darum ist wohl auch auf eine Suchfunktion für Haltestellen verzichtet worden. Somit müssen wir nur noch unten den grünen Regler nach rechts schieben, um die Reise zu starten. Um den Vorgang abzuschliessen, schiebt man bei Ankunft den Regler wieder zurück zur Ursprungsposition.
In der Menü-Übersicht (von links nach rechts wischen) kann man vergangene Fahrten, seine bisherigen Zahlungen, seine Ticket-Einstellungen, Zahlungseinstellungen sowie Kontoeinstellungen sehen. Zudem findet man hier Infos zu Gratisfahrten (Empfehlung) sowie zu alfälligen Bonussen. Bei letzterem wird bei uns das Angebot «5 Mal fahren und 5% sparen» angezeigt. Hier kann man sich den Regler auf Erinnern stellen. Auch die FAQs findet man dort.
Berücksichtigt werden: GA, Halbtax, Verbundabos. Momentan kann man den SwissPass noch nicht hinterlegen. Auf der Firmenwebseite wird in den FAQ allerdings darauf hingewiesen, dass es «in Kürze» möglich sei, den SwissPass zu hinterlegen.
Aktuell sind folgende Verbunde berücksichtigt: Ostwind, Passepartout, TNW, Tarifverbund Schwyz und Zug, Unireso, Verkehrsverbund Vorarlberg, Z-Pass A-Welle-ZVV, Z-Pass Ostwind-ZVV, Z-Pass Schwyz/Zug-ZVV, ZVV.
Nicht möglich ist es zur Zeit, SBB-Sparbillete, Nachtzuschläge, Klassenwechsel, Mehrfahrtenkarten, Tickets für die meisten Bergbahnen, Mitreisende und Schiffstickets zu lösen.


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